Ilha da Barreta und Ilha do Farol

Mit dem Boot in die Inselwelt der Ria Formosa

Selbst an einem sonnigen Wintertag im Januar lohnt sich ein Ausflug mit dem Boot in die Inselwelt der Ria Formosa. Wir fahren mit einer kleine Gruppe von  Touristen aus aller Welt, um das Naturreservat unter kundiger Führung eines einheimischen mehrsprachigen Experten zu entdecken. Die Ria Formosa ist ein einmaliges Lagunensystem in der Ostalgarve, das durch eine Kette vorgelagerter Inseln und Halbinseln vor der offenen See des Atlantischen Ozeans geschützt ist – ein Habitat für zahlreiche Vogelarten und Brutstätte vieler Meeresbewohner.

Unser Boot legt ab am Kai von Faro an der Porta Nova, einem der vier Tore  zu der historischen Altstadt. Unser erstes Ziel ist die Ilha da Barreta, die auch Ilha Deserta, d.h. verlassene Insel, genannt wird, weil sie unbewohnt ist. Der südlichste Punkt des kontinentalen Portugal, Cabo de Santa Maria, liegt unweit der Stelle, an der wir vor Anker gehen, um einen kleinen Spaziergang am menschenleeren Strand an der Seeseite der Insel zu unternehmen. Am Strand entdecken wir neben den Schalen vielfältiger Mollusken auch das Skelett des Schwanzes eines größeren Meeressäugers, entweder ein Delphin oder ein kleiner Wals.

Unser nächster Halt ist auf der Nachbarinsel Ilha da Culatra, nur durch eine Fahrrinne von der Ilha Deserta getrennt. Der westliche Teil der Insel wird auch Ilha do Farol genannt nach dem imposanten Leuchtturm (port. Farol), der diesen einzige Schifffahrtsweg nach Faro markiert, und dessen Licht bei Nacht weithin sichtbar ist. Hier gibt es eine Reihe von Fischerhütten und Ferienhäuschen, und der Strand an der Seeseite ist im Sommer sehr beliebt – jetzt ist auch er menschenleer. Nach zwei unvergesslichen Stunden geht es zurück nach Faro.

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